Frieden, Demokratie und Freiheit – 150 Jahre SPD Hanau

„Wann wir schreiten Seit` an Seit“

Mit einer Festveranstaltung im Congress Park Hanau feierte die Hanauer SPD im April vor rund 300 geladenen Sozialdemokraten sowie Vertretern anderer Parteien, von Vereinen und Institutionen aus Hanau und dem Landkreis ihr 150-jähriges Bestehen. Gleich zum Auftakt stimmte der Steinheimer Barde Klaus Schmidt die Gäste mit Liedern  aus der Zeit des demokratischen Aufbruchs ein. Mit den klassischen Arbeiterliedern „Die Gedanken sind frei“ und „Wann wir schreiten Seit` an Seit`“, bei dem große Teile des Publikums mitsangen, sorgte er für eine aufgelockerte und entspannte Stimmung zu diesem feierlichen Abend.

In  seiner Begrüßungsansprache betonte der Hanauer SPD-Vorsitzende Thomas Straub, dass er seine Partei vor Ort auf einem soliden Kurs sehe. Gleichwohl gebe es für die Sozialdemokraten auf den Gebieten der sozialen Gerechtigkeit, Bildung, Inklusion und nicht zuletzt der aktuellen Flüchtlingsproblematik noch jede Menge zu tun. Als Hauptredner begrüßte Straub den Chef der hessischen SPD und zugleich stellvertretenden Vorsitzenden der  Bundes-SPD Thorsten Schäfer-Gümbel. Dieser versprach den Gästen einen Blick zurück  in die Historie, vor allem aber auch einen in die Zukunft. „Wenn Fortschritt stattgefunden hat,  waren wir immer beteiligt.“ Beispielhaft dafür nannte er  die Einführung des Frauenwahlrechts und die Entwicklung sozialer Grundrechte. Er unterstrich, dass sich die SPD auch heute unter den Maximen von Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit den Herausforderungen zur Mitgestaltung der Zukunft konsequent stellen wolle. Die SPD müsse als politische Kraft  dafür sorgen, dass gerade jungen Arbeitnehmern und Familien wieder eine Perspektive gegeben werde. Die Einführung des Mindestlohns sei ein erster Schritt gewesen. Die Einschränkung befristeter Arbeitsverhältnisse müsste folgen. Denn wie sollte man jungen Menschen eine Perspektive geben, wenn sie sich von einem befristeten Arbeitsverhältnis zum nächsten hangeln müssen. Es ist nicht so, dass unsere Aufgaben schon erledigt wären“, so Schäfer-Gümbel. Es gebe noch viel zu tun. Dafür bedürfe es des Engagements der SPD. Ausdrücklich lobte Schäfer-Gümbel  am Ende seiner Ansprache noch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Er sei mutig und ohne Rücksicht auf mögliche formale Konsequenzen seinerzeit gegen die NPD eingeschritten – dafür gebühre ihm Dank und Anerkennung.

Kaminsky selbst nutzte in seiner kurzen prägnanten Rede die Gelegenheit, um ein positives Fazit für die Entwicklung von Hanau zu ziehen. Die Stadt sei, mit der Unterstützung der Partner, erheblich weiterentwickelt worden. Allerdings habe auch das Land und der Bund die Aufgabe, die Kommunen so auszustatten, dass diese ihre Verpflichtungen mit der nötigen Sorgfalt ausführen können.  „Hanau hat  von der Arbeit der SPD profitiert. Die Richtung stimmt.“, so  der Hanauer Rathauschef abschließend.

Die Feierstunde war auch Anlass, um langjährige Mitglieder der Hanauer Sozialdemokraten zu ehren. Und so gehörte das Ende des offiziellen Teils an diesem Abend denjenigen, die über viele Jahrzehnte hinweg der SPD die Treue gehalten haben. Thomas Straub und seine Genossen aus dem Bundestag und Landtag, Dr. Sascha Raabe und Christoph Degen  nahmen die Ehrungen für 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft in der Partei vor. Maja Brettschneider, Karl-Friedrich Zervas, Hans Heimerl, und Heinz Goss wurden für ihre Treue zur Partei und ihr politisches und soziales Engagement geehrt.  „Dienstältester“ war dabei das Urgestein der Hanauer SPD ehemalige Landtagsabgeordnete und frühere Baugesellschaftsgeschäftsführer  Hans Heimerl, der für 60 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde.

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