Jean Philipp

Die Vorgänge um das Hanauer Traditionsbekleidungsunternehmen Jean Philipp sind nach Auffassung der Hanauer SPD mehr als beunruhigend

In den Medien wird eindringlich die Existenzangst der rund 100 Beschäftigten beschrieben. „Es ist gut und richtig und jede Unterstützung wert, dass die Belegschaft, der Betriebsrat und die Gewerkschaft  IG Metall sich gegen eine drohende Schließung stemmen und sich  auch rechtlich gegen die Methoden der Unternehmensleitung zur Wehr setzen“, unterstützt die Fraktionsvorsitzende der SPD, Cornelia Gasche, die Bemühungen, eine verträgliche Lösung zu finden.
Der SPD-Vorsitzende, Thomas Straub, unterstreicht dies: „Es muss für maßgebliche Personen und Institutionen der Stadt eine Selbstverständlichkeit sein, die Belegschaft zu unterstützen, so wie dies Oberbürgermeister Kaminsky getan hat.“

Gasche und Straub kritisieren daher ausdrücklich den CDU Vorsitzende Stamm, der aus ihrer Sicht an dieser Stelle ein fadenscheiniges, parteipolitisches Spiel treibe.
Stamm versuche den Eindruck zu erwecken, als wäre dem Oberbürgermeister nicht an einer Rettung von J. Philipp gelegen. Als angeblichen Beweis nenne der CDU- Vorsitzende eine Anfrage des Geschäftsführers an das Stadtplanungsamt, bei dem dieser Auskunft erbeten hat, wie das Grundstück des Unternehmens genutzt werden könnte. „Es scheint dem Kandidaten der CDU für das Amt des Oberbürgermeisters an elementarem Grundwissen zum Verwaltungshandeln zu fehlen, was sehr bedenklich ist“, so Straub.
„Wir hätten Herrn Stamm empfohlen, dass er vor polemischen Veröffentlichungen  den Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Gewerkschaft oder auch den Sachverständigen im Rathaus sucht.“, kommentiert Gasche die fehlende Sensibilität der CDU im Umgang mit den Vorgängen bei J. Philipp.

Während sich die betroffenen Beschäftigten und die Gewerkschaft bei OB Kaminsky für seine Solidarität und sein Handeln bedanken, beschimpfe Stamm stattdessen den OB.

In der Stadtverordnetenversammlung vom vergangen Montag hatte Oberbürgermeister Kaminsky die Entwicklungen im Unternehmen ausführlich dargestellt. „Dies war ein starkes Zeichen der Solidarität mit der Belegschaft.“  Befremdlich sei es umso mehr, dass der Stadtverordnete Stamm genau in dieser Sitzung seine Fragen in Bezug auf die Auskünfte des Planungsamtes nicht gestellt hat oder wenigstens am Rande der Sitzung versucht hat, hierzu den Kontakt zum Oberbürgermeister aufzunehmen,“ resümiert Gasche und kritisiert, dass der Hanauer CDU-Chef einen normalen parlamentarischen Umgang nicht gesucht hat. Immerhin habe Stamm seine Informationen aus der Frankfurter Rundschau vom 14. Februar. Bis zur Stadtverordnetenversammlung am 23. 2. wäre ausreichend Zeit gewesen, um seine Fragen zu stellen oder das Thema selbst auf die Agenda der Stadtverordnetenversammlung zu nehmen.

Straub macht dieses Verhalten nachdenklich: „Noch beim Jahresempfang der CDU am Freitag letzter Woche versprach Joachim Stamm einen „sachorientierten und fairen Wahlkampf“. Keine drei Tage danach reitet er unfaire – jeder Sachlichkeit entbehrende - politische Attacken und das auf dem Rücken der Beschäftigten von Philipp, die in diesen Stunden um ihre berufliche Zukunft bangen. Die SPD Hanau fordert den CDU Vorsitzenden Stamm auf, sich ausdrücklich bei der Belegschaft für sein Verhalten zu entschuldigen!
„Was den Wahlkampf angeht, so sind wir bereit, wenn Herrn Stamm eine Umkehr und Besinnung auf sachorientierte und faire Arbeit zeigt, hier nochmals von vorn zu beginnen. Wahlkampf 2.0 sozusagen.“, fordert der SPD-Vorsitzende.

Fraktionsvorsitzende Gasche kündigt für die nächste Stadtverordnetenversammlung an, dass die SPD eine Aktuelle Stunde zum Thema Philipp beantragen wird. „Dies ist dann auch der richtige Ort, um die Fragen von Herrn Stamm eindeutig zu beantworten. Hier kann Herr Stamm unter Beweis stellen, dass er es mit sachorientierter und fairer Arbeit ernst meint. Es muss gelingen, ein gemeinsames Zeichen der Solidarität des gesamten Stadtparlaments an die Belegschaft von Jean Philipp zu senden“, so Gasche und Straub abschließend.

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