Leben auf Zeit – Leben bis zuletzt

„Das Leben soll bis zur letzten Sekunde ein Geschenk sein. Für alle Menschen.“

Das ist ein Zitat aus dem Flyer der Beratungsstelle „Leben auf Zeit“, die Erstberatung für Schwerstkranke und Sterbende in der Palliativ- und Hospizversorgung anbietet. Vertreterinnen und Vertreter der Hanauer SPD, haben die Beratungsstelle in diesen Tagen besucht.

„Das Angebot ist noch relativ neu in Hanau und wir möchten gerne dazu beitragen, es in der Stadt und darüber hinaus bekannter zu machen“, teilt die Hanauer SPD-Fraktionsvorsitzende Cornelia Gasche mit. „Wer schon einmal einen Angehörigen in dieser ganz besonderen Lebenssituation bis zum Tod begleitet hat, kann Ermessen wie wichtig und wertvoll die Arbeit ist, die hier geleistet wird.“

Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle verstehen sich als „Lotsen“ und Vermittler zwischen den Menschen, die sich hilfesuchend an sie wenden und dem bestehenden Netzwerk, das in den verschiedensten Situationen Hilfe leistet. Beide Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle haben eine Palliativ Care Ausbildung, informierte Annette Böhmer die Gäste. Das vorhandene Netzwerk sei bereits sehr gut, berichtete sie weiter. Jedoch hätten die meisten Betroffenen, deren Angehörige und selbst viele Haus- und Fachärzte keinen vollständigen Überblick über die vorhandenen Möglichkeiten. Hier setzt die Beratungsstelle an, die Orientierung bieten und Hemmschwellen abbauen möchte.

Inge Olbrich berichtete von ihren Erfahrungen in der täglichen Beratung. Die meisten Menschen suchen das persönliche Gespräch in der Beratungsstelle. Manchmal genüge es auch schon, so Frau Olbrich, einfach zuzuhören und sich Zeit zu nehmen, für die Ängste und Sorgen der Rat suchenden. In einer wöchentlichen Sitzung werden die Gespräche ausgewertet und auch nachgefragt, ob die Ratsuchenden im Netzwerk angekommen sind.

Einen Weg für ein menschwürdiges Sterben zu finden ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft aufgrund der demographischen Entwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die beiden Fachfrauen wiesen ausdrücklich darauf hin, dass es heute medizinische Möglichkeiten gibt, schlimme Begleitbeschwerden im Sterbeprozess so zu behandeln, dass ein menschenwürdiger Weg bis zum letzten Atemzug möglich ist. „Das sind die Errungenschaften der Palliativmedizin. Es ist gut und wichtig, dass es dieses Angebot für Menschen in einer sehr besonderen Lebenslage in Hanau gibt und wir wünschen der Beratungsstelle, den beiden Mitarbeiterinnen und den sie tragenden Organisationen weiterhin viel Erfolg für ihre wichtige Arbeit,“ so Cornelia Gasche abschließend.

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