Nordmainische S-Bahn – Finanzierung durch Bund nach wie vor unklar

Die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, die Nordmainische S-Bahn nicht in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans aufzunehmen, ist eine große Enttäuschung für die Region, stellt der Hanauer SPD Vorsitzende Thomas Straub fest. Durch den Neubau von zwei zusätzlichen Gleisen zwischen Frankfurt und Hanau Hauptbahnhof entlang der bestehenden Strecke, solle der stark belastete Verkehrsknotenpunkt Frankfurt entlastet und die Situation für Pendler deutlich verbessert werden. Mit dem Bau der zusätzlichen Gleise sei außerdem der barrierefreie Ausbau der Stationen entlang der Strecke durch die Deutsche Bahn verbunden.

Politik und Wirtschaft sind sich über die Bedeutung der S-Bahn für die Region einig und unterstützen das Projekt. Auch das Land Hessen hat die Wichtigkeit des Ausbaus erkannt und die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan beantragt, gemeinsam mit anderen Projekten, informiert die SPD Fraktionsvorsitzende Cornelia Gasche. Bei der gestrigen Vorstellung des neuen Bundesverkehrswegeplans durch Bundesverkehrsminister Dobrindt wurde jedoch klar, dass die Nordmainische S-Bahn keine Berücksichtigung als Einzelprojekt gefunden hat. Straub und Gasche:Der Finanzierungsanteil des Bundes ist damit nach wie vor ungeklärt. Der Bundesverkehrswegeplan werde vom Bund alle 10 bis 15 Jahre erstellt und enthält sämtliche beabsichtigten Neu-, Um- und Ausbaumaßnahmen an Straßen, Schienen, und Wasserstraßen für die aus Bundessicht ein Bedarf erkannt wurde.Das das für den S-Bahn Ausbau zwischen Hanau und Frankfurt nicht gelten soll, ist nicht nachvollziehbar, zeigen sich Straub und Gasche verärgert. Die Berücksichtigung des Projektes hätte die Wahrscheinlichkeit einer finanziellen Beteiligung des Bundes an den Baukosten deutlich erhöht.

Gasche und Straub erinnern an die im Januar zwischen Ministerpräsident Volker Bouffier, Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Dr. Rüdiger Grube, getroffene Vereinbarung, alle Anstrengungen zu unternehmen um im Jahr 2019 mit dem Bau der Nordmainischen zu beginnen.Bedauerlicherweise ist der Einfluss der örtlichen CDU-Bundestagsabgeordneten Leikert und Tauber auf den Bundesverkehrsminister ersichtlich gering. Jetzt wird es darum gehen, dass der Hessische Ministerpräsident und sein Wirtschaftsminister sich bei ihrem Kollegen im Bund weiterhin für das Projekt stark machen, um eine finanzielle Beteiligung des Bundes auch auf anderen Wegen möglich zu machen, so Gasche und Straub abschließend.

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